07.06.2022 – OAZ Beitrag – 5 Fragen an die OBM Bewerber

Veröffenticht am 07.06.2022  von


5 Fragen an die Kandidaten in Oschatz Oberbürgermeisterwahlen 2022: Am 12. Juni wählen die Oschatzer ein neues Stadtoberhaupt.

Hier meine Antworten auf die Fragen der OAZ.

Die Stadt Oschatz will in den nächsten Jahren eine neue Grundschule, eine neue Sporthalle und im Fliegerhorst eine neue Kita bauen.

Werden Sie diese Millionen Investitionen als OBM mittragen oder den Rotstift ansetzen?

Mit diesem Thema bin ich als Stadtrat bestens vertraut. Ja, es ist richtig und wichtig, diese Investitionen zu tätigen.

Die Planungsunterlagen für die Grundschule liegen seit 2018 in
den Schubladen. Es wäre für unsere Schüler wichtig, dass sie bessere
Lernbedingungen bekommen.
Auch die Planung einer neuen Dreifelder-Sporthalle am Schulcampus Bahnhofstraße sollte weiter vorangetrieben werden, denn auch hier sollten bessere Bedingungen für den Schul- und Vereinssport ermöglicht werden.

Der Zusammenschluss von kleineren Kindertagesstätten ist unumgänglich.

Zur Finanzierung der Investitionen muss Oschatz Kredite aufnehmen.

Sollen zur Finanzierung die Steuern erhöht werden?

Das zur Finanzierung sicher Kredite aufgenommen werden, sollte uns allen klar sein. Ob deshalb Steuererhöhungen notwendig werden
würden, sollte im Stadtrat und innerhalb der Verwaltung gemeinsam besprochen werden.
Im Stadtgebiet Oschatz dreht sich bisher kein Windrad.

Werden Sie sich vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine und
der damit verbundenen problematischen Energieversorgung für den Bau von Windrädern im
Stadtgebiet einsetzen?

Ich habe Angst, dass Schnellschüsse gemacht werden, welche unsere
Bürger mit höheren Gebühren belasten. Es gab bei uns in der Region
einige Anfragen und Planungswünsche von Betreibern von Windkraftanlagen.

Eine größere Anlage sollte auf einigen Flurgrundstücken zwischen Merkwitz und Wellerswalde entstehen. Nach einer Info-Veranstaltung mit Grundstücksbesitzern sollte dies schnell umgesetzt werden, doch die Gemeinde Liebschützberg und die Stadt Oschatz lehnten das Vorhaben ab.

Es gibt mit Solaranlagen auf den Dächern von Häusern auch Alternativen zur Energiegewinnung.

Das Platsch-Bad ist mit Millionen-aufwand saniert worden, wird aber dauerhaft ein Zuschussgeschäft für die
Stadt bleiben.

Wird das Bad in Ihrer Amtszeit als
OBM Bestand haben?

Ja, das Platsch wird weiter Bestand haben!

Ich kenne kein Bad in Deutschland, das keine Zuschüsse erhält. Der Umbau zu einer Multifunktionalen Freizeiteinrichtung war ein richtiger Schritt. Es ist für unsere Region wichtig, dass es dieses Bad gibt, denn viele unserer Kinder lernen dort schwimmen. Da nun
auch eine Kegelsportanlage und ein Hostel (Ausbau noch nicht fertig) integriert sind, können weitere Freizeitangebote vorgehalten werden.
Wir sollten weiterhin bestrebt sein, die Angebote besser zu bewerben.

Die Stadt unterstützt mit dem E-Werk und dem Jugendhaus Grünes Sofa
zwei Freizeiteinrichtungen für Kinder
und Jugendliche. Kann sich die Stadt das angesichts eines sinkenden Bevölkerungsanteils von jungen
Menschen leisten?
Dass die Einwohnerzahl in Oschatz schrumpft, ist nichts Neues, daher hatten wir uns im Stadt- und Jugendstadtrat schon mal diesem Thema angenommen. Damals hieß es aus drei mach zwei Häuser. Dies war aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung, somit gibt es in den Freizeiteinrichtungen verschiedene Angebote. Als sehr wichtig sehe ich an, dass wir der Jugend Freizeiteinrichtungen vorhalten. Es werden durch die Sozialpädagogen auch Prävention, Workshops und Beratungen angeboten.